Pressemitteilung zur Übergabe der ersten 4674 Unterschriften an das KIT

Vor vielen Dutzend Bürgern und Pressevertretern sowie Vertretern von BUND und Oststadt-Nachbarschaft übergab Herr Karszt die bis zum 26.10.2016 gesammelten Unterschriften der Petition „Für den Erhalt des Botanischen Gartens des KIT“ an den Vizepräsidenten des KIT, Herrn Dr. U. Breuer. Er forderte Transparenz  und „grüne Bebauung“ vom KIT, vom Land und der Stadt. Die Bürger warten auf ein Einlenken der Planer! Die Petitionszeichnung wird fortgesetzt. Lasst uns 10.000 Unterschriften sammeln!

Pressemitteilung vom 28.Oktober 2016

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v.l.n.r.: H. Block, BUND; Dr. Schmidt, KIT, G. Bachmann, Amt für Bau; Dr. Breuer, KIT; Frau G. Landgraf, KIT, ganz rechts Dr. J. Karszt, Grüner Campus                                                                              

Für den Erhalt des Botanischen Gartens des KIT am Adenauerring

Initiative Grüner Campus übergibt 4.674 Unterschriften an Vizepräsident Dr. Breuer vom KIT

Die Forderung der Petition ist klar: Der Botanischen Garten des KIT am Adenauerring soll vollständig erhalten bleiben und renoviert werden. Innerhalb von nur zwölf Wochen hat die Initiative „Grüner Campus“ bis Mitte Oktober 4.674 Unterschriften gesammelt, die sie dem Vizepräsidenten des KIT Herrn Dr. U. Breuer und dem Leiter des Amts für Vermögen und Bau BW, Karlsruhe, Herrn Bachmann als dem Vertreter des Landes übergibt. Karszt vom Grünen Campus stellt fest: „Das KIT will den Garten in die Kornblumenstraße verlegen. Warum stellt man nicht einfach einen Teil der geplanten Gebäudeblöcke dorthin?“ Dafür sollte am Adenauerring ein Grüner Campus als kreativer Treffpunkt für Forscher, Studenten und Bürger mit Bürogebäuden vor den renovierten botanischen Biotopen und Gewächshäusern entstehen.

Die Initiative, die inzwischen von den Naturschutzverbänden unterstützt wird, bezweifelt ohnehin, dass die geplante Nutzung dem Flächen­nutzungs­plan für Forschung, Lehre und Technik entspricht. Das KIT hat nämlich nur für das von der Klaus-Tschira-Stiftung geschenkte Gebäude seinen Platzbedarf bei der Wissenschafts­ministerin ange­meldet, das Vormietrecht für weitere zwei Gebäudeblöcke wird nicht in Anspruch genommen.

Die Nutzung der zwei Blöcke überlässt man dem Bauträger, dem zweiten Empfänger der Petition, der Klaus-Tschira-Stiftung. „Was geschieht mit diesen Büroflächen? Werden Firmen, Restaurants und Lebensmittelmärkte einziehen?“ Dies muss das KIT und die Klaus-Tschira-Stiftung der Stadt, dem Gemeinderat und den Bürgern offen darlegen! Transparenz ist Voraussetzung für eine Beurteilung. Erst dann darf der Gemeinderat darüber entscheiden. Von der Verwaltung, dem dritten Empfänger der Petition, d.h. von Land, Stadt und Gemeinderat fordert die Initiative, dass sie klare Regeln für eine von Grün geprägte Bebauung aufstellt. Ketterer: „Man kann nicht eine Grüne Stadt von und für die Bürger proklamieren und dann bei jedem Bauprojekt das Grün zubetonieren.“

Von der Verwaltung des KIT fordert die Initiative, dass den Instituts­leitern der Botanik des KIT das Freigelände, die Gewächshäuser und ein finanzieller Rahmen zur Verfügung gestellt werden, damit die Öffentlichkeitsarbeit und die Forschung Hand in Hand so einzigartig wie bisher fortgeführt werden kann. Am Adenauerring soll der beste Architekturentwurf realisiert werden, der den Botanischen Garten in den Mittelpunkt stellt.

Karszt ergänzt: „Wir danken dem KIT, dass die Unterschriften persönlich entgegen­genommen werden. Dies ist ein positives Zeichen. Auf die Antworten der beiden anderen Petitionsempfänger, der Stadt und der Klaus-Tschira-Stiftung warten wir noch.“
Die Bürger können die Petition noch bis Mitte Dezember unter www.openpetition.de/!yxfns unterzeichnen.

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