Pressemitteilung vom 19.03.2016

Seit der Stellungnahme vom 15.1. gegen die massiven Pläne zur Erweiterung des KIT Campus Süd am Adenauerring unterstützen immer mehr Bürgerinnen und Bürger aus ganz Karlsruhe die Forderungen der Anwohner. Die Sprecher der Anwohner Jakob Karszt und Günter Ketterer haben nun die Initiative „Grüner Campus Karlsruhe“ gegründet, die über die Webseite www.gruenercampuska.de zu erreichen ist. Dort sind die der Initiative bekannten Entwicklungen im Bau­vorhaben des KIT und der Klaus Tschira-Stiftung (KTS) zu finden. Personen ohne Internet melden sich telefonisch unter 0721 606318.

Aktuell richtet sich die Initiative an die Entscheider der Stadt Karlsruhe und an die Landesbehörden. Karlsruhes Bürger wollen zusammen mit den Gemeinderäten in einen echten Dialog mit den Planern des KIT und der Klaus Tschira Stiftung treten und das Bauprojekt hinsichtlich Umweltverträglichkeit, Stadtbild, Nachbarschaftsverträg­lichkeit und Gewächshäuser des Botanischen Gartens prüfen und für Offenheit hinsichtlich des Inhalts und des Stands des Erbbau­pachtvertrags sorgen!

Baut nur drei statt fünf Blöcke und lockert die Bebauung zwischen der ehem. Kinderklinik und dem Fasanengarten mit botanischen Gewächshäusern und Bäumen auf! Fordert die besten Architekten auf, diese Aspekte sowie die verkehrs­technische Einbindung des Adenauerrings und der umliegenden Straßen zu berücksichtigen!

Inzwischen hat das KIT bekannt gegeben: Ein Block wird dem KIT von der Klaus Tschira Stiftung (KTS) geschenkt und dient der Forschung und Lehre des KIT. Zwei Blöcke sind von der KTS für „forschungsnahe“ Zwecke zu vermieten. Ob z.B. IT-Firmen oder wie beim Vorbild Mathematikon in Heidelberg mehrere Lebens­mittelhändler und ein Drogeriefilialist zur Nahversorgung einziehen sollen, bleibt offen. Viele Bürger sind der Auffassung, dass im Sondergebiet „Universität, Forschung und Technik“ eine solche Nutzung gar nicht zulässig ist. Ganz abgesehen davon, dass die Massivität der Mathematikon-Bauten ganz und gar nicht in die unmittlelbare Nähe des grünen Wohngebiets und des Baumbestands im Hardwaldt passt.

Die Ministerin Th. Bauer hat die Nutzung des geschenkten KIT-Gebäudes genau erläutert, ist aber mit keinem Wort auf die Problematik der sonstigen „forschungsnahen“ Nutzung eingegangen, die ja Grund für die Massivität der Bebauung und den Verlust des Botanischen Gartens ist.

Die nächsten Schritte der Initiative sind weitere Gespräche mit den Gemeinde­räten, den Planern des KIT und hoffentlich auch mit der KTS. Nach der nächsten Planungsausschusssitzung soll dann eine Bürgerversammlung zum Stand des Bebauungsplans statt­finden.

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